KIRCHENBESCHALLUNG

Beschallungsanlagen für Kirchen sind in der Regel anspruchsvolle Systeme,  
die den Einsatz von technisch hochentwickelten, speziellen Geräten erfordern.
Meistens reicht es hier nicht aus, Standardgeräte einzusetzen.

Gerade in Kirchen und auch anderen Sakralbauten wie z.B. Moscheen, ist der bauphysikalisch bedingte Nachhall ein großes Problem, weil dieser der Verständlichkeit des gesprochenen Wortes entgegensteht (Hall, Echo).

Wenn die Verständlichkeit nicht gegeben ist, wird das Zuhören anstrengend, vieles wird im ?Klangbrei? undeutlich, die Aufmerksamkeit des Publikums sinkt, Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit, verstehen eigentlich gar nichts mehr.

Neben der bauseits vorhandenen Problematik treten meist noch weitere Schwierigkeiten auf:
Es müssen oftmals mehrere Mikrofone gleichzeitig eingesetzt werden (Rückkopplungsgefahr).
Es sind unterschiedlich verständliche Sprecher vorhanden. Meist  sind die Akteure Laien ohne Sprechausbildung und meist fehlt der Tontechniker, der die einzelnen Mikrofone abmischt.

Will man trotzdem gute Ergebnisse erzielen, sind nachfolgende Punkte wichtig:

Die Mikrofone sollten rückkopplungsarme Kondensatormikrofone mit Richtcharakteristik sein. Mikrofone mit Kugelcharakteristik eignen sich in Kirchen nicht.
Beim Einsatz von Funkmikrofonen ist auf hohe Qualität und einfache Bedienbarkeit zu achten. Ebenfalls eminent wichtig ist die Reichweite der Funksysteme. Allgemein gilt,  je preiswerter die Funkanlage, desto schlechter ist sie.  Also Achtung bei Sonderangeboten aus dem Internet! Hier ist der Ärger bereits mit im Warenkorb.

Die Verstärker  sollen über eine Sprachsteuerung mit Kompressor-Limiterfunktion, mindestens aber eine Gate-Steuerung verfügen. Hierbei wird nur das angesprochene Mikrofon ?geöffnet?. Noch besser arbeiten einige digitale Verstärker mit Prozessor-Steuerung, welche innerhalb weniger Millisekunden entscheiden, welches Mikrofon aktiv ist. Beispiel hierfür ist unsere AMV-Serie, sowie der digitale Vorverstärker DMX 8.
Neben der exakten Sprachsteuerung müssen die Verstärker/Vorverstärker  über einen präzisen Equalizer verfügen, der es ermöglicht, die messtechnisch ermittelten raumakustischen Werte einzuprogrammieren. Hierbei werden die meisten rückkopplungsrelevanten Frequenzen ausgefiltert.
Die Verstärker arbeiten automatisch und brauchen während des Gottesdienstes nicht geregelt zu werden. Bei den digitalen Verstärkern lassen sich verschiedene Szenen abspeichern und bei Bedarf per Knopfdruck wieder aufrufen.

Sehr wichtig ist die Wahl der richtigen Lautsprecher. Sie sollen gerichtet abstrahlen und wenn möglich die Hauptenergie zum Zuhörer bringen. Wände, Decken und Boden sollen nicht beschallt werden, da hierdurch unerwünschte Refexionen entstehen.
Die Lautstärke darf im Nahbereich der Zuhörer nicht zu hoch sein, gleichzeitig müssen die weiter hinten sitzenden Personen auch hervorragend verstehen können.
Optimal hierfür eignen sich sog. LINE-ARRAYS,  welche es ermöglichen, mit nur  1-2 Lautsprechern auch große Räume exakt zu beschallen.
Da dies aufgrund unterschiedlicher baulicher Situationen nicht überall möglich ist, kann es sinnvoll sein, mit mehreren Lautsprechern oder Lautsprecherlinien zu arbeiten, wobei zur Vermeidung von Laufzeitverzögerungen Delay-Einrichtungen vorzusehen sind.
Hiermit lässt sich die durch die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Schalls bedingte unterschiedliche Ansprache der Lautsprecher, bei mehreren Lautsprecherlinien  z.B. vorne und hinten, ausgleichen. Auf diese Weise wird
ein zusätzlicher, künstlich erzeugter und unerwünschter Hallanteil wirkungsvoll verhindert.
Franken Beschallungs-u. Kirchentechnik bietet Ihnen,  die für Ihre Zwecke und Ihre Räumlichkeiten optimalen Lautsprechersysteme an, wobei ein hervorragendes Klangerlebnis immer im Vordergrund steht.

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